Aufnahmeverfahren

Betroffene, Angehörige und vermittelnde Sozialdienste werden im Telefonkontakt oder bei einem Infogespräch über die inhaltlichen Schwerpunkte, mögliche Wartezeiten und den Aufnahmemodus des jeweiligen Betreuungsangebotes beraten. Im Erstgespräch wird eine ausführliche Sozialanamnese und die persönliche Einschätzung des Hilfebedarfes erhoben. Es wird besprochen was die Bewerberin und der Bewerber für sich erarbeiten möchte.

 

Ablauf des Verfahrens:

  • Erstgespräch
  • Aufnahmekonferenz
    1. Antrag auf Eingliederungshilfe nach §54 SGB XII und §55 SGB IX mit HBA Bogen der Klinik
    2. Vermögensprüfung durch das Amt für soziale Angelegenheiten der Stadt HD
    3. Erarbeitung eines klientenzentrierten Rehabilitations-  und Therapieplans
  • Besuche in einer therapeutischen Wohngruppe
  • Kostenzusage durch das Amt für soziale Angelegenheiten der Stadt HD
  • Aufnahme in das Betreute Wohnen bzw. Einzug in die Wohngruppe
  • Gesamtplan der Eingliederungshilfe durch den Sozialdienst der Stadt HD nach 3 Monaten

 

Das entsprechende Formular finden Sie im Download-Bereich.

Leistungsspektrum

Unser erprobtes Setting dient dazu, Menschen zu befähigen ihren Alltag zu bewältigen, ihre soziale und berufliche Teilhabe zu verbessern und ihre subjektive Lebensqualität zu steigern. Die HWG ist seit 40 Jahren in der Gemeindepsychiatrie aktiv und beschäftigt qualifiziertes Fachpersonal.

Therapeutische Wohngruppen

Mit 3-5 Plätzen ermöglichen sie ein Leben in einer überschaubaren Gruppe mit klaren Strukturen. Die freundlich gestalteten Einzelzimmer bieten Rückzugsmöglichkeiten, die Wohnküchen oder Gemeinschaftsräume laden zum Kontakt und zur Übernahme von Verantwortung ein. Ein festes Programm (Eindeutigkeit von Regeln), mit Hausversammlung, gemeinsamem Kochen oder wechselnden Aktivitäten und einer Therapiegruppe, führt mit verbindlichen Terminen durch die Woche. Die Kontinuität der Betreuungspersonen erleichtert die Teilnahme und nimmt Bezug auf persönliche Fähigkeiten und Problemstellungen.

Apartments

Mit heller, freundlicher Einrichtung fördern sie das selbständige Wohnen in Eigenverantwortung. Die kleine Küche und das Badezimmer sind eingerichtet. Der Wohnverbund bietet Nachbarschaften und gemeinsame Aktivitäten. Das sozialtherapeutische Programm sieht eine feste Bezugsfachkraft, Hausbesuche, Einzelgespräche und eine verbindliche Gruppe vor.

Betreutes Einzel- und Paarwohnen (BEUP)

Das BEUP ermöglicht es den Teilnehmern und Teilnehmerinnen in ihrer Wohnung zu bleiben. Unabhängig davon, ob ein Mensch in einer 1 Zimmer Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft lebt, kann er in diesem Programm vor Ort begleitet werden. Hausbesuche, Einzelgespräche, die Teilnahme an einer Gruppe und die Kontinuität der Betreuungspersonen gehören hier zum Setting.

Tagesstruktur

Sie bietet verschiedene Trainingsgruppen. Hier wird zu den Themen Haushalt, Ernährung, Bewegung, kreativer Ausdruck, handwerklicher Ausdruck, Bewegung, Entspannung, Achtsamkeit und Kognition gearbeitet. Der stützende Rahmen dieser Kleingruppen entsteht durch den regelmäßig wiederkehrenden Ablauf, den festen Zeitrahmen, die verbindliche Teilnahme, Kontinuität der Gruppenleiter, verbindliche Themen- und Aufgabenverteilung.

Montag

Kreativgruppe

Singgruppe

Kochgruppe

Dienstag

Werkengruppe

Junge Gruppe

Mittwoch

Ü50 Gruppe

Freizeitgruppe

Donnerstag

Haushalt-, Kultur & Bewegungsgruppe

Freitag

Frühstücksgruppe

Kognitionsgruppe

Sportgruppe


Wohntraining

In diesem Angebot werden die Grundlagen für eine selbständige Wohn- und Haushaltsgestaltung gelegt. Im Einzelkontakt fördert und übt eine Fachkraft Wohnungspflege, Essenszubereitung, Einkauf, Mobilität und Wäschepflege. In Kleingruppen werden diese Fertigkeiten vertieft, geteilt, ausgetauscht und gefestigt. Neben gesunder, günstiger und bedürfnisorientierter Ernährung geht es hier auch um die Gestaltung von Speisen und Essplatz und um Bewegung. Es geht darum alte Talente und Fähigkeiten wieder zu entdecken und Freude an der Gestaltung des Wohnraums zu entwickeln.

Gruppenprogramm

Zu unserem sozialtherapeutischen Ansatz sozialer Rehabilitation gehören als wichtige Bausteine soziale Begegnungen und Erlebnisse. Wir möchten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen darin fördern ihre Themen und Anliegen zu formulieren und mit anderen in einen Austausch zu treten. Jede und jeder soll zu bestimmten Themen arbeiten und aktiv werden, es können gemeinsam neue Orte aufgesucht und alte Interessen und Kenntnisse wieder entdeckt werden.

Therapiegruppen werden von Fachmitarbeitern mit therapeutischer Ausbildung geleitet. Sie fördern die positive Einstellung zu sich selbst und die Wahrnehmung eigener Entwicklungsmöglichkeiten, das Erleben anderer Gruppenmitglieder und den Austausch mit ihnen. Interpersonales Lernen verbessert Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit. Die Freizeitgruppen entwickeln ein Monatsprogramm mit vielfältigen Themen und Aktivitäten und ermöglichen durch zuverlässige, regelmäßige Durchführung und Kontinuität der Gruppenleitung Anregungen und Bindungen. Es wird ein Milieu positiver Erwartungshaltung für die KlientInnen geschaffen. Soziale Kontakte können sich durch gemeinsame Handlungen und geteilte Erlebnisse festigen.

Freizeit-, Kultur- & Themen-Programm

Unter millieutherapeutischen Gesichtspunkten und zur Anregung von Teilhabe in vielen verschiedenen Gesellschaftsbereichen gestalten wir im Jahreslauf Feste, Ausflüge, Theaterbesuche, Film-, Spiel- und Bildernachmittage, Apfelsaftpressen, Brotbacken und andere Themenprogramme. Sehr beliebt und begehrt sind unsere jährliche Urlaubsfahrt, das Weihnachtsessen in einem wechselnden Heidelberger Lokal und das Sommer-Kulturfest. Bei diesen Veranstaltungen sind Gäste willkommen und wir laden teilweise Nachbarn, ehemalige Klienten, Kooperationspartner, Mitglieder des Gemeinderats, Beiräte der HWG und engagierte Bürger aus Heidelberg ein. So entsteht eine Atmosphäre der Inklusion von ganz eigener Art, die die KlientInnen in ihren Rückmeldungen und Beschreibungen sehr schätzen.